Brieselanger Wald
Wald umschließt Brieselang von mehreren Seiten. Östlich des Ortes liegen der Brieselanger Wald und der Bredower Forst: alte Eichen, Hainbuchen, feuchte Senken und natürlich Birken.

Schutzgebiet
FFH-Gebiet „Brieselang und Bredower Forst“
Größe
rund 1.117 Hektar, seit 2016 zusammengelegt
Häufigster Waldtyp
Eichen-Hainbuchenwald, knapp ein Drittel der Fläche
Besonderheit
Deutschlands erster Naturlehrpfad, eröffnet 1930
Ein Wald voller Eichen
Wer bei Brandenburg an endlose Kiefernforste denkt, wird hier überrascht. Rund um Brieselang wachsen vor allem Laubwälder: Eichen-Hainbuchenwälder, alte Eichenwälder auf sandigem Boden, Buchenwald mit Waldmeister und an feuchten Stellen sogar ein Auenwald mit Erlen und Eschen. Dazwischen leuchten die weißen Stämme der Birken, die dem Ort einst seinen Namen gaben.
Geschützte Natur
Seit 2016 bilden der Bredower Forst und die Heimsche Heide zusammen das europäische Schutzgebiet „Brieselang und Bredower Forst“. Es besteht aus einem kleinen Teil westlich von Brieselang am Rand des Havelländischen Luchs und einem großen Teil östlich des Ortes, nördlich von Finkenkrug. Hier leben unter anderem das Große Mausohr, eine Fledermausart, und der Kammmolch. Auch der Biber ist zurück, und in Pfützen, die nur im Frühjahr Wasser führen, kommt der seltene Frühjahrs-Feenkrebs vor.
Sorgen macht der niedrige Grundwasserstand. Trockene Jahre, die Entnahme von Trinkwasser und alte Entwässerungsgräben setzen dem Wald zu. Ein Gutachten soll klären, wie das Wasser im Gebiet gehalten werden kann.
Der erste Naturlehrpfad Deutschlands
Der Bredower Forst wird seit mehr als 150 Jahren erforscht, auch weil er so nah an der Berliner Universität liegt. 1930 wurde hier der erste Naturlehrpfad Deutschlands eingerichtet. Bis heute ist der Wald ein schönes Ziel für Spaziergänge und Radtouren, ein Radweg führt mitten hindurch.
Die Sage vom Brieselanger Licht
Seit Jahrzehnten erzählen Menschen von einem rätselhaften Licht im Brieselanger Wald. Mal soll es grün, mal weiß oder rötlich schimmern, manchmal flackern. In den 1990er Jahren häuften sich die Berichte, und der „Leuchterweg“ wurde zum bekanntesten Ort der Sichtungen. Die meisten Erklärungen sind ganz irdisch: Scheinwerfer von der Nauener Chaussee oder der Finkenkruger Straße, Taschenlampen anderer Neugieriger oder Sumpfgas aus dem früheren Moorboden.
Ein Tipp, falls du selbst nachsehen willst: Der Wald ist Lebensraum vieler Tiere. Wer abends unterwegs ist, bleibt auf den Wegen und genießt die Ruhe, ohne Lärm und ohne Auto im Wald.
Quellen: Landesamt für Umwelt Brandenburg (Managementplan FFH-Gebiet 028 „Brieselang und Bredower Forst“), Travelbook (Das Licht von Brieselang), komoot, Gemeinde Brieselang. Stand: 22. Oktober 2026.